Springender Buckelwal

Australien 2002

Teil 1: Die Wüste

24.10 - 26.10. Anreise über Singapur

Singapur Skyline Los ging es am Abend des 24.10.2002 mit einem Flug der Quantas über Singapur. Singapur ist eine interessante Stadt, der Stopover, welcher mit Quantas möglich ist, hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Außerdem kann man sich ordentlich die Beine vertreten, der Flug nach Australien dauert ja schließlich lang genug. Weiter gings dann mittels Nachtflug über Melbourne nach Alice Springs.

27.10. Alice Springs

Aussicht auf The Alice vom ANZAC-HillMcDonnell Ranges Rock WallabyHeavytree Gap Outback Lodge Rock Wallaby FeedingHeavytree Gap Outback Lodge Rock Wallaby Feeding Wir kamen recht früh an, wodurch uns noch ein Spaziergang durch die "Stadt" ermöglicht wurde. Erschreckend ist die Situation der Aboriginies, denen ich hier zum ersten mal begegnet bin. Empfehlenswert ist der Spaziergang auf den ANZAC-Hill. Von hier hat man eine tolle Aussicht, wie beispielsweise auf den Heavytree Gap, die Stelle wo das Flußbett die MacDonnell Ranges durchbricht. Vorgebucht hatten wir ein Zimmer im Motel genau an dieser Stelle, der Heavitree Gap Outback Lodge. Ein sehr empfehlenswertes Hotel in Alice Springs , nur leider anscheinend inzwischen nicht mehr buchbar. Abends kamen Rock-wallabies vorbei, die um Futter zu bettelten. Total süß!

28.10. Kata Tjuta (The Olgas)

Kata Tjuta Panorama Heute früh wurden wir abgeholt, zur 3-tägigen Rundreise, zum Uluru (Ayers Rock), zu Kata Tjuta (Olgas) und zum Kings-Canyon. Sehr empfehlenswert. Es gibt Tagesausflüge zum Ayers Rock von Alice Springs aus, man wird dafür mitten in der Nach abgeholt und kommt erst in der darauffolgenden Nacht zurück. Unbedingt sollten die Unterkünfte im Ayers Rock Resort vorausgebucht werden, es gibt dort in der Umgebung nämlich keine Zivilisation! Wenn das Resort ausgebucht ist, hat man schlechte Karten. Für das Kings-Canyon Resort gilt dasselbe! Als erstes gings zu den Kata Tjuta, ganz in der Nähe des Uluru gelegen. Dabei handelt es sich im Grunde um eine Art verwitterten Uluru, was den Vorteil hat dass man auch dazwischen Wandern kann, wie z.B. ins Valley Of The Winds.

29.10. Uluru (Ayers Rock)

Blick auf den UluruBlick auf halber Höhe des Uluru Climbs nach Richtung Westen Dieser Tag stand dann ganz im Zeichen des Uluru. Ein absoluter Höhepunkt der Reise. Ich muß ehrlich gestehen, dass ich mir davon nicht allzuviel erwartet hatte. Aber neben diesem Monolithen zu stehen ist so dermaßen beeindruckend, dass man sich das auf keinen Fall entgehen lassen darf, wenn man Australien besucht.
Uluru Wasserfall Verzichtet habe ich auf eine vollständige Besteigung des Uluru, nicht ganz ungefährlich, und eine Beleidigung für die Aboriginies. Ich bin daher nach etwa 100 Metern wieder umgedreht. Riskant scheint mir vor allem der Abstieg von diesem Monolithen zu sein, da es so gut wie keine Struturen gibt ist es schwierig da Halt zu finden. Sehr interessant war es stattdessen auch, um den Uluru herum zu gehen. Es ist wirklich unglaublich und teilweise fühlt man sich neben diesem überdimensionierten Stein wie eine Ameise.

30.10. Watarrka National Park (Kings Canyon)

Kings Canyon im Watarrka National Park Auch vom Kings Canyon hatte ich mir nicht allzu viel erwartet, und wurde wieder positiv überrascht. Eines ist aber wichtig: Unbedingt den langen Walk machen, um den Canyon herum, nicht den kurzen in den Canyon hinein. Der lange Weg ist auch bestenfalls moderat anstrengend, und das vor allem Anfangs beim Aufstieg. Im oberen Teil wird man dafür mit Ansichten belohnt, wie man sie auch von den Bungle Bungles im Purnululu Nationalpark in Westaustralien kennt.
Wallaby Feeding Heavytree Gap Outback LodgeWallaby Feeding Heavytree Gap Outback Lodge Am Nachmittag brachte uns der Bus zurück nach Alice Springs, interessant waren die Road-Trains auf der Strecke, es gibt in Australien sogar Lastwagen die mit 3 Anhängern unterwegs sind! Am Abend hatte ich wieder Gelegenheit meine liebgewonnenen Wallabies bei der Heavitree Gap Outback Lodge zu füttern.

Teil 2: Die gemäßigte Klimazone

31.10. - 1.11. Melbourne

Melbourne Skyline from Botanical Garden Als nächstes ging es nach Melbourne. Als Hotel hatten wir das sehr empfehlenswerte Travelodge Southbank gebucht. Tolle Stadt, die mir sogar besser gefiel als später Sydney. Mit der gratis Tram kann man im Kreis um die Innenstadt fahren. Wir stiegen beim Observation Deck aus, eine Aussichtsplattform am höchsten Bürogebäude der südlichen Hemisphäre. Von dort sah man auch die Formel-1 Rennstrecke im Albert Park. Später führen wir mit der Strassenbahn noch zum St.Kilda Pier. Hier soll man am Abend auch Pinguine beobachten können. Dieses Glück war uns aber leider nicht hold. Sehr empfehlenswert ist dafür der Besuch des botanischen Gartens unweit des Stadtzentrums und des Travelodge Southbank.

2.11. - 3.11. Wilsons Promontory National Park

Emu
Am Vormittag holten wir dann das im Voraus gebuchte Mietauto ab, am 28.11. sollten wir es dann in Cairns wieder zurückgeben. Erste Herausforderung: Im Melbourner Linksverkehr sich zurechtfinden. Es klappte besser als erwartet. Am ersten Tag muß man sich aber schon sehr zwingen auf die linke Seite zu fahren. Wir fuhren Richtung Wilsons Promontory NP. Da zur Zeit der Melbourne Cup war (ein grosses Pferderennen) war interessanterweise gleichzeitig ein Feiertag in Victoria, und zwar wegen dem Pferderennen! Alle Unterkünfte im Nationalpark waren daher ausgebucht, auch die am Rande des NPs. Es blieb uns nichts anderes übrig, als uns in Foster, beinahe 100 km vom Eingang zum NP entfernt einzuquartieren. Heute war es dann endlich soweit, wir verbrachten den ganzen Tag im Wilsons Promontory NP, einem weiteren Highlight der Reise. Im Lonely Planet Watching Wildlife 1864500328 wird der Park beschrieben mit "If you are looking for Wildlife, that is the place to go!" Und dem war tatsächlich so! Praktisch die gesamte australische Tierwelt ist hier vertreten, bis auf Koalas. Gleich nachdem wir durch den Eingang gefahren sind, um die erste Kurve: Ein Emu auf der Strasse. Außer in diesem Park hab ich während der ganzen Reise kein einziges wildes Emu gesehen. Aber hier? Etliche! Es hat sich sofort in den Wald verkrümelt, wir blieben natürlich stehen, stiegen aus um es zu fotografieren. Ich hatte Angst es zu erschrecken, und ging darum ganz behutsam auf das Emu zu. Plötzlich bermerkt es meine Anwesenheit ... und? Spaziert direkt auf mich zu. Ups, schnell ins Auto und weiterfahren! Ist ja doch so groß wie ich das Ding und hat dabei aber einen noch grösseren Schnabel. Auch Kanguruhs waren Vertreten in diesem Park, man mußte nie lang spazieren gehen um eines zu entdecken, das einen ängstlich beäugt. Sehr schön auch der Spaziergang von Tidal River aus über den Whale-Rock.
Wombat Aber eines fehlte uns noch, was im Lonely Planet Watching Wildlife 1864500328 für diesen NP noch versprochen war. Ein Wombat! Eine ganz wichtige Lektion gibts hier zu lernen: Die meisten Tiere, vor allem auch Kanguruhs werden erst am Abend aktiv, und sind am besten abends und frühmorgens zu beobachten. Das bedeutet auch, dass man zu dieser Zeit am meisten aufpassen muß, um nicht über eines der Viecher drüberzufahren. Jedenfalls als wir Abends wieder Richtung Parkausgang fuhren waren dann etliche Wombats am Rande der Straße zu sehen. Diese waren alle recht scheu, von daher tut man gut daran sich vorsichtig zu nähern wenn man ein gutes Foto schießen möchte.

4.11. - 5.11. Sapphire Coast

Ben Boy Nationalpark Fahrt nach Eden an der Ostküste, wo wir am Abend für den nächsten Tag einen Whale Watching Trip mit Cat Balou buchten. Etwas Zeit war noch um etwas im Ben Boyd NP spazieren zu gehen. Eine sehr farbenfrohe Küstenlandschaft wie man hier sieht. Von der Küste aus konnte ich auch die ersten Wale sehen, eine Buckwalmutter mit Kalb. Man muß aber schon sehr genau schauen. Der Blas der Wale ist aber auch auf größere Distanzen gut zu erkennen
BuckelwalBuckelwal breaching Was wir dann am nächsten Tag auf der Cat Balou zu sehen war schlichtweg ateberaubend. Buckelwale sind unheimlich verspielt und neugierig, was es zu einem riesengroßen Spaß macht sie zu beobachten. Das Highlight war mit Sicherheit ein Buckelwas der direkt vor unsere Boot aus dem Wasser gesprungen ist.
Seehunde Montague IslandSeehunde beim Regulieren der Körpertemperatur Zu Mittag fuhren wir mit Vollgas nach Narooma um dort für den Nachmittag einen Ausflug nach Montague Island zu buchen. Auf der Bootsfahrt begegnete uns wieder ein Buckelwal, dem wir für eine Weile folgten. Montague Island ist ein sehr empfehlenswerter Ausflug, irrsinnig putzig den verspielten Seehunden zuzusehen. Wie sie beispielsweise ihren halben Körper aus dem Wasser strecken, um ihre Körpertemperatur zu regulieren.
Montague IslandZwergpinguine beim Landen auf Montague Island Auf der Insel selbst brüten hunderte von Möwen, die teilweise ganz schön frech werden können. Nach Einbruch der Dunkelheit kommen dann die Zwergpinguine. Ein süßes Schauspiel, wie sich die 30 cm kleinen Viecher die Küste hochquälen. Wie sie vor jeder Hürde die sie überwinden warten bis sie alle zusammen sind. Erst wenn sie sich als Gruppe groß genug fühlen stapfen sie weiter vorwärts. Da wir keinen Blitz verwenden durften gibt es leider kein besseres Foto.

6.11. Jervis Bay und Boderee NP

Strand Jervis Ba Heute war ein Abstecher in die Jervis Bay und zum Boderee National Park angesagt. Der Sand in der Jervis-Bay ist ja angeblich der weißeste der Welt.
EchidnaKänguruh vor dem Auto Der Boderee NP ist nicht weit von hier entfernt. Hier begegneten wir einem Echidna. Witzig wie das Tier im Sand nach Ameisen stocherte. Kamen wir im zu nahe hat er sich auf den Boden gelegt, kurz gewartet, um dann weiterzufressen. Auf dem Rückweg begegneten uns noch 2 Känguruhs auf der Strasse. Unter Tags muß man sich kaum Gedanken um sie machen, aber frühmorgens und abends muß man die "Achtung Känguruh"-Schilder absolut ernst nehmen.

7.11. Royal National Park

Heute gings mit kurzem Stop für einen Spaziergang im Royal NP weiter Richtung Sydney. Laut Lonely Planet Watching Wildlife 1864500328 soll es hier ja den Leierschwanz zu sehen geben, und zwar an einer ganz bestimmten Stelle. Dem war auch tatsächlich so! Einige Meter entfernt, zu weit weg für ein gutes Foto waren 2 davon zu sehen. Der pfauenartige Schweif ist unverkennbar. Es sollte aber noch ein NP kommen, wo wir noch näher an sie herankamen. Abends fuhren wir weiter nach Sydney, etwas unübersichtlicher als Melbourne, aber wir haben uns zurecht gefunden. War nicht ganz leicht hier ein Zimmer aufzutreiben, aber es ist uns geglückt, direkt in Kings Cross.

8.11. Sydney

Panorama von Sydney

Sydney Opera House, Oper von Sydney Den ganzen Tag verbrachten wir in Sydney. Was man unbedingt machen sollte ist eine Hafenrundfahrt, sehr schön! Den Bridgeclimb habe ich dabei nicht probiert, und war anstelle dessen auf dem Sydney Tower (damals noch AMP Tower). Außerdem darf man auf die Brücke verständlicherweise keine Kamera mitnehmen.

9.11. - 10.11. Dorrigo National Park und Byron Bay

Dingo Myall LakesLeierschwanz Weiter ging es Richtung Norden, wo wir einen kurzen Abstecher zu den Myall Lakes machten. Den kann man sich meiner Meinung nach sparen. Wir hatten aber Glück und sahen unseren ersten Dingo hier. Anschließend ging es weiter zum Dorrigo National Park. Endlich sahen wir einen Leierschwanz auch aus der Nähe! Danach fuhren wir weiter bis zum Ostkap Australiens nach Byron Bay. Sehr windiges Fleckchen Erde, darum gibt es auch viele Surfer hier.

11.11. Über den Springbrook National Park nach Noosa Heads

Koala suchenKoala finden Weiter ging es dann nach Murwillumbah. 10 Minuten von dort entfernt wird übrigens Ich bin ein Star, holt mich hier raus! von RTL gedreht. Also in einem Gebiet mit gemäßigtem Klima, ohne Regenzeiten, ganz nahe einer 9000 Einwohner-Stadt. Wer möchte kann ganz in der Nähe des laut RTL gefährlichsten Dschungels der Welt im Springbrook NP spazieren gehen. Ganz nett, aber besimmt kein Must-See. Abends erreichten wir Noosa Heads, was sich als netter kleiner Ort rausstellte. Einen netten kleinen Nationalpark gibt es da auch, wo es auch Koalabären zu sehen geben soll. Und tatsächlich, hier sahen wir unseren einzigen wilden Koalabären der ganzen Reise, wobei wir nicht die einzigen waren. Viele Leute stiefeln hier herum, und lassen dabei die Blicke durch die Bäume streifen! Zu unserem Glück gab es bereits von hier aus Ausflüge nach Fraser Island zu buchen. Statt dem Wrack auf Fraser und den Sand-Pinnacles dort sollten wir ähnliches am Rainbowbeach zu sehen bekommen, über den die Fahrt ging. Dies versprach eine sehr lohnende Tour zu werden.

12.11. Rainbow Beach und Fraser Island

Wrack am Rainbow BeachRainbow Beach Und das wurde es auch, der Rainbowbeach ist wunderschön, ich kenne die Pinnacles von Fraser Island zwar nur von Bildern, aber verglichen damit war die Fahrt über den Rainbow Beach ein Traum. Ausserdem waren hier kaum Leute, wir waren praktisch allein.
Klares Wasser im Lake McKenzie auf Fraser IslandLake McKenzie auf Fraser Island Auf Fraser Island war dem dann nicht mehr so. Dorthin gelangt man vom Ende der Rainbowbeach übrigens auf einer kurzen Fährüberfahrt.

Teil 3: Das tropische Australien

13.11. - 14.11. Town of 1770 und Lady Musgrave Island

Känguruh ja was zum Geier für eine Rasse ist das denn Heute ging es frühmorgens nach Tin Can Bay, schließlich wollten wir die Delfine, die dort an den Strand kommen sollen nicht versäumen. In Byron Bay lernten wir jemanden kennen, der uns davon vorgeschwärmt hat, also fuhren wir hin, nur die Delfine waren leider nicht da :-( Tja, Pech, die Natur ist nunmal kein Zoo. Also fuhren wir weiter Richtung Norden nach Bundaberg. Auf dem Weg habe ich etwas gesehen, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Eine Herde Wildpferde?! Ganz in der Nähe der Strasse, kein Zaun und vor allem keine Zivilisation (mind. 100 km) weit und breit. Total abgemagert, dürften in dieser Gegend nicht allzuviel zu fressen finden die armen Tiere! In Bundaberg angekommen buchten wir gleich unseren Ausflug auf Lady Musgrave Island. Das Riff ist ja ab hier erstmals in Reichweite. Wir fuhren allerdings nicht von Bundaberg aus, sondern ab Town of 1770. Da die Anfahrt von dort deutlich kürzer ist. Somit erspart man sich eine Menge Schaukelei und gewinnt auch noch Zeit für diese Trauminsel. Abends haben wir uns noch eine Unterkunft in Town of 1770 gesucht. Der Strand war - naja - offensichtlich dürfte das "coral spawning" die Nacht zuvor stattgefunden haben. Aber es sollte uns hier auch ohne Strand nicht langweilig werden. In der Umgebung soll es angeblich jede Menge Känguruhs geben. Also fuhren wir noch ein bisschen rum, und tatsächlich, in einem kleinen Naturpark, auf einer kleinen Halbinsel gelegen, grasen ein paar von ihnen. Erstaunlich wie nahe sie uns an sich heran ließen.
Lady Musgrave IslandMeine Flossen am Korallenstrand Nach einer recht anstrengenden Bootsfahrt am nächsten Tag (gottseidank fuhren wir nicht ab Bundaberg) erreichten wir am Vormittag die Koralleninsel Lady Musgrave Island. Der erste Eindruck von diesem Paradies war bereits überwältigend! Vom Boot aus in einiger Entfernung sah ich bereits die erste Schildkröte luftholen, von denen solls hier einige geben. Zunächst sollten wir die Insel besuchen, wir durften wählen zwischen Schnorcheln und einer Fahrt mit dem Glasbodenboot. Schnorcheln ist natürlich besser, man hat aber später noch eine Menge Gelegenheit dazu. Die Insel ist sehr interessant, sie besteht aus vielen kleinen Korallenbruchstücken, wie man auf dem einen Foto gut erkennen kann. Bei einer kurzen Inselführung kann man deutlich die Stellen sehen, an denen die Schildkröten an Land kamen um ihre Eier abzulegen. Auch viele Vögel brüten auf der Insel. Beim Schnorcheln in der Lagune vom Boot aus gibt es dann einiges zu entdecken, auch ein Sepia ließ sich ganz kurz blicken. Leider konnte ich keine der Schildkröten unter Wasser entdecken. Erst als alle aus dem Wasser waren und das Schiff ablegen wollte kam eine ans Heck des Bootes. Sie hoffte offensichtlich auf die Überreste des Mittagessens.

15.11. Cape Hillsborough NP

Cape Hillborough Werk der Sandkrabbenkleines Kerlchen Heute gings weiter Richtung Norden, bis zum Cape Hillsborough National Park. Es war absolut kein Problem eine günstige und schöne Unterkunft mitten in diesem kleinen Nationalpark zu bekommen. Landschaftlich sehr nett, an einer schönen Bucht gelegen. Man konnte am Horizont bereits die Whitsunday Islands erkennen. Erstaunlich auch das Werk der Sandkrabben, die nach jeder Flut von neuem ihr Muster in den Sand "zeichnen". Die versprochenen Känguruhs am Strand gabs jedenfalls nicht zu sehen (steht sogar im Lonely Planet) - dürfte aber wohl nur ein gelungener Marketing Gag sein! Einige zahme Artgenossen trieben sich aber in der Anlage herum - sehr süß!

16.11. - 17.11. Airlie Beach und Whitsunday Islands

Whitehaven Beach Am Nachmittag erreichten wir Airlie Beach, natürlich, wie könnte es anders sein, um einen Ausflug auf die Whitsundays zu buchen. Den Whitehaven Beach sehen und Schnorcheln, das wollten wir - aber wie? Es gibt für beides 2 Varianten. Den Strand direkt besuchen oder von einem Aussichtspunkt gegenüber? Schnorcheln an einem Saumriff der Whitsundays oder draussen am Great Barrier Reef? Wir entschieden uns für Aussichtsspunkt und Saumriff, das sollten wir nicht bereuen.
Sommer in Queensland, das bringt leider Regen mit sich, heute war es erstmals soweit. Für heute beschloss ich auch das Tauchen auszuprobieren. Es war ein Tauchlehrer mit, der alle fragte ob sie nicht einen Schnuppertauchgang machen möchten. Da war ich gleich mit von der Partie! Während der Überfahrt hat er uns einiges an Theorie beigebracht und das Gerät erklärt. Doch zunächst gings zum Aussichtspunkt um einen Blick auf den Whithaven Beach, den angeblich schönsten Strand der Welt, und das Inlet zu erhaschen. Leider durch das Wetter getrübt, aber trotzdem sehr schön. Fraglich ob man vom Strand direkt auch so einen guten Eindruck bekommt. Danach hörte der Regen gottseidank auf, den es ging weiter zur Manta Ray Bay, zu meinem ersten Tauchgang. Schon das Schnorcheln zum Strand hier war absolut beeindruckend. Eine große Schildlkröte schwamm ganz lässig neben mir, und der Korallengarten war der beeindruckendste den ich auf der ganzen Reise sehen sollte. Das erste mal Tauchen war einfacher als ich dachte. Und es war überwältigend schön! In ein paar Metern Tiefe waren schon Sachen zu entdecken, mit denen ich auf der Oberfläche beim Schnorcheln nicht gerechnet hatte, beispielsweise waren unter den Tischkorallen große Zackenbarsche! Jedenfalls hab ich hier beschlossen meine Tauchausbildung im darauffolgenden Jahr zu machen, damit das nicht mein letzter Tauchgang bleibt. Eine Entscheidung die ich nicht bereuen sollte!

18.11. Billabong Sanctuary

Krokodil fütternDer Auto beim Kuscheln mit einem Koala Ein klassischer australischer Tierpark durfte auf unserer Reise natürlich auch nicht fehlen, wir entschieden uns für das Billabong Sanctuary. Sehr nette Anlage, man kann praktisch die ganze australische Tierwelt auf ein paar Quadratmetern bewundern. Auch ein Cassowary ist da, den wird man in freier Wildbahn kaum zu Auge bekommen, auch wenn überall die "Achtung Cassowary" Schilder aufgestellt sind - und ist keiner begegnet. Queensland war 2002 übrigens der einzige australische Staat, in dem es noch erlaubt war Koalas zu halten, das war dann hier auch möglich! Total süß die kleinen Bären, und duften nach Eukalyptus. Überall im Gelände laufen Känguruhs und Emus rum, die man füttern darf. Die meisten Leute haben aber ziemlichen Respekt vor den Emus, so werden fast nur die Känguruhs gefüttert. Bin aber sicher dass die Emus völlig harmlos sind, eines hatte sich sogar neben uns aufgebaut als wir beim Krokodilfüttern zusahen!

19.11. Townsville und Magnetic Island

Krokodil füttern Den ganzen Tag waren wir in Townsville. Es gibt in dieser Stadt sogar einen Aussichts-Berg (ist in Australien echt was Besonderes) von dem aus man sogar Magnetic Island sehen kann. Magnetic Island kann man sich eigentlich sparen, obwohl wir den gesamten "Koala-Walk" abgelatscht sind, ließ sich kein einziger blicken, und das obwohl Magnetic Island dafür eigentlich berühmt ist.

20.11. - 21.11. Atherton Tablelands

Panorama Ausblick auf Hinchinbrook Island

Paronella Castle Und wieder geht es, vorbei bei den Jourama Falls (die zu dieser Jahreszeit eher langweilige Jourama Rocks waren) über den Hinchinbrook Channel View Point (Siehe Panorama oben - kann man nicht versäumen, liegt direkt am Highway!) über Paronella Castle und den Milla Milla Fällen (ebenfalls eher die Wassermenge einer handelsüblichen Dusche) zu den Atherton Tablelands, genauer gesagt nach Atherton selbst, wo wir uns ein Motel suchten. In diesem Ort gab es angeblich auch einen Ort, an dem man den Platypus sehen kann. Ein kleiner Seitenarm eines Flusses mit einer eigenen Viewing-Platform. Jedenfalls sollte man bis zum Einbruch der Nacht warten. Es tat sich dann tatsächlich was im Wassr, aber ob das nun wirklich Schnabeltiere waren oder nicht, ich könnts nicht sagen! Irgendwas tauchte jedenfalls plötzlich auf, schwamm nahe der Wasseroberfläche und war recht scheu. Das Verhalten würde dafür sprechen, dass es ein Schnabeltier war. Laute Lonely Planet soll übrigens der Eungella Nationalpark weiter südlich der sein, wo die Chancen eines zu sehen am größten sind.
Fig TreeKomisches Loch wo man wirklich nicht unbedingt hin muss In den Atherton Tablelands gibt es einiges zu bestaunen, beispielsweise den Curtain Fig Tree und den Cathedral Fig Tree. Recht spektakulär ist auch ein recht Tiefes Loch genannt "The Crater".
Python am Lake Barrine in Übereinstimmung mit der Prophezeiung aus dem Lonely Planet Eine Schifffahrt auf dem Lake Barrine zahlt sich aus, es war das einzige mal das wir eine Riesenschlange zu Gesicht bekamen. Wieder etwas, was uns im Lonely Planet Watching Wildlife 1864500328 empfohlen wurde. Und tatsächlich: Die Python war da! Machte ordnungsgemäß ihren Touristendienst ;o)

22.11. Granite Gorge

Felsformationen im Granite Gorge Der Weg Richtung Küste führte uns dann am Tag darauf am sogenannten Granite Gorge vorbei. Die Felsformationen sind ganz nett anzusehen, und es macht echt Spaß dazwischen rumzuklettern. Allerdings waren die Felsen wie sich rausstellte nicht die unterhaltsamste Attraktion vor Ort.
RockwallabyRockwallaby Das besondere hier sind nämlich die vielen kleinen Rockwallabies, die hier durch das Füttern sehr zutraulich geworden sind. Sie laufen irgendwo am Gelände umher. Zuerst waren sie noch sehr scheu, aber nachdem sie uns eine Weile beobachtet hatten, kamen sie näher und stupsten uns mit der Nase an. Wohl um um Futter zu betteln. Wie es der Zufall wollte hatten wir vom Billabong Sanctuary noch welches übrig, über das sich die kleinen Burschen wie man sieht sehr freuten.
Termitenbau In der Gegend um den Granite Gorge sah ich auch die einzigen Termitenhügel welche ich auf dieser Reise sehen sollte, dafür aber recht ordentliche Exemplare! Auf dem Weg zur Küste machten wir natürlich in Kuranda halt. Hier gibts alle möglichen Geschäfte und Restaurants. Sogar eines welche deutsche Würste und Kartoffelsalat zubereitet?! Das Butterfly Sanctuary jedenfalls war sehr nett. Man muß richtig aufpassen nicht auf eines der Viecher zu treten!

23.11. Great Barrier Reef

Die Stadt, die dem Grossen Barriere Riff am nächsten ist, istPort Douglas. Nettes Städtchen, hat auch im Gegensatz zu Cairns einen herzeigbaren Strand - wenn man sich an die Quallennetze gewöhnt hat. Darum machten wir auch von hier aus unseren Ausflug zum äußeren Riff. Was soll man dazu sagen - also ich war enttäuscht. Das späktakulärste was es dort zu sehen gab, waren ein paar Papageienfische. Und das bei einer Mordsströmung - das Schnorcheln war dadurch beinahe unmöglich! Vielleicht wurden deshalb auch weniger spektakuläre Plätze aufgesucht. Oder es hing mit der zu der Zeit einsetzenden Regenzeit zusammen. Aber davon war auf dem Meer eigentlich nix zu spüren, die Regenwolken hingen immer nur über dem Festland. Übrigens braucht man auch von Port Douglas aus immer noch fast 2 Stunden mit dem Boot zum Riff.

24.11. Daintree National Park und Cape Tribulation

Cape TribulationForest Dragon WaranBaby Saltie Sehr schön war dagegen der Daintree National Park. Der Dschungel hier ist noch um einiges beeindruckender als die anderen Regenwälder in denen wir bis dahin waren. Ab hier wird es richtig tropisch, das merkt man, auch am Regenwetter an diesem Tag. War aber kaum ein Problem, es gab immer irgendwo ein Fleckchen wo es gerade nicht regnete. Das beeindruckendste was ich an diesem Tag sehen durfte war ein Waran, der etwas gefressen hatte was wie ein kleines Krokodil ausgesehen hat, nur leider zu weit weg für meine damalige Fotoausrüstung. Ein Besuch im Bat-House lohnt sich auch. Dort kann man die Gesellen, die sonst im ganzen Land einem über die Köpfe hinwegfliegen auch mal aus der Nähe begutachten. An der Stelle wo die Fähre über den Daintree River führt, kann man kurze Bootausflüge machen, um nach Krokodilen zu suchen. Wir hatten Pech, es war Flut. Die Ebbe, da lassen sich die Krokodile viel besser beobachten, setzte erst spätabends ein. Also sollten alle die unbedingt Krokodile sehen wollen ihren Besuch in der Gegend an die Gezeiten anpassen. Was allerdings angeboten wurde, waren geführte nächtliche Spaziergänge mit Scheinwerfer, um die Salties aufzustöbern. Wir hatten aber auch bei der Bootsfahrt während der Ebbe Glück. Ein junges Kroko versteckte sich im Uferbereich!

25.11. - 28.11. Cairns und Green Island

Cape TribulationForest Dragon Cairns selbst ist eine sehr touristische Stadt, mit langer Uferpromenade zum bummeln, und vielen günstigen Unterkünften. Sehr empfehlenswert ist der Italiener im Pier Marketplace Einkaufszentrum. Hab selten so gute Spaghetti gegessen wie hier! Was kann man sonst noch tun wenn man ein paar Tage in Cairns ist? Naja, es gibt ein paar Strände in der Nähe (in der Stadt selbst gibt es überhaupt keine), vor allem nördlich der Stadt. Zur Quallenzeit kann man sich die aber eigentlich sparen. Fast schöner als die Strände fand ich den Tobruk Pool, wo immer einige sportverrückte Australier ihre Schwimmleidenschaft ausleben. Nettes kleines Freibad. Sehr lohnend ist der preiswerte Ausflug zu Green Island. Die Überfahrt ist kurz und erträglich. Dauert nur ca 1 Stunde und man fährt mit einer sehr großen Fähre. Die Insel ist sehr schön, außer Schnorcheln und am Strand liegen kann man hier aber nicht viel machen. Zum Schnorcheln auf dieser Insel soviel: Korallen kriegt man fast keine zu sehen, die Insel ist großteils von Seegras umgeben. Das bedeutet aber nicht, dass hier keine Fische wären. Ganz im Gegenteil und man kann auch sehr viele Schildkröten sehen, leider fast nur vom Ufer aus. Bei einer Inselrunde konnte ich einige in Strandnähe erblicken. Die meisten Fischschwärme sind unter dem Bootssteeg. Keine Ahnung warum gerade dort. Hier hatte ich auch die erste Begegnung meines Lebens mit einem Hai! Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja ein etwas mulmiges Gefühl bei dem Gedanken, aber als ich ihn sah - schnell raus aus dem Wasser. Aber nicht vor lauter Angst sondern um eine Unterwasserkamera zu kaufen, in der Hoffnung dass der Bursche noch da ist. Leider Fehlanzeige, er hat bei meinem Anblick in Panik die Flucht ergriffen (war übrigens maximal einen Meter lang der Knabe). Bevor die Fähre ablegte wurden mit den Essensresten noch die Fische gefüttert. Viele Markrelen (englisch: travalle) und Fledermausfische (batfish) liessen sich das nicht entgehen. Teilweise sprangen sie fast aus dem Wasser!

29.11. - 1.12. Heimreise wieder über Singapur

Singapur Reflection FFrühmorgens Abflug von Cairns, über Brisbane wieder nach Singapur. Dort hatten wir wieder eine Übernachtung gebucht, bevor es wieder über Frankfurt zurück nach Wien ging.
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