Zacki am Cap Garajau

Madeira 2006

Mehr als nur eine Blumeninsel

Anflug auf den Aeroporto do Madeiro

Anflug auf den Aeroporte de Madeiro Schon der Anflug auf Madeira ist spektakulär. Es war gar nicht so einfach auf der schroffen Insel einen Platz für einen Flughafen zu finden. Zuerst war geplant ihn auf der Hochebene zu bauen, allerdings machte der sehr oft auftretende Nebel dabei den Planern einen Strich durch die Rechnung. Daher wurde eine künstliche Halbinsel geschaffen, die auf mehreren tief in der Erde verankerten Säule befestigt ist. Inzwischen ist übrigens geplant ihn in Aeroporto de Cristiano Ronaldo umzubennenen, zu Ehren des großen portugiesischen Fussbalhelden, mit dem die Mannschaft 2016 die Fußball Europameisterschaft holte.

Galo Resort Hotel Galomar in Canico de Baixo

Canico de Baixo Cap GarajauGalo Resort Hotel Galomar Gebucht hatten wir das Hotel Galomar im Galo Resort in Canico de Baixo. Empfehlenswert ist es vor allem deswegen, weil einerseits die Tauchbasis Manta Diving sich direkt in diesem Resort befindet, welche Tauchgänge bei den Zackenbarschen am Cap Garajau anbieten, welches in wenigen Minuten von hier mit dem Boot zu erreichen ist. Andererseits werden von diesem Hotel aus sehr gute geführte Wandertouren auf der Insel angeboten, genauso wie Whale Watching Ausflüge. Alles werden wir auf dieser Reise im August 2006 noch ausprobieren. Der Weg zum "Strand" führt übrigens über einen Aufzug, welcher bergab zu den Felsen führt, von wo aus Stiegen in das Meer führen. Schnorcheln war hier durchaus auch in Ordnung, wenn auch mit einem Korallenriff nicht zu vergleichen. Falls Sie das Hotel buchen werden Sie sich bei einem abendlichen Spaziergang evtl. über seltsame und recht laute krächzende Tierlaute wundern. Manche Gäste vermuteten Delfine als die Verursacher. Tatsächlich handelt es sich aber um Sturmtaucher die nächstens die Küste auf und ab patroullierten.

Rabacal 25 Fontes

Risco Wasserfall Dder erste Ausflug solle eine gemütliche Wanderung zu den 25 Quellen, genannt 25 Fontes, von Rabacal aus sein. Der Weg führte durch einen Tunnel einer Levada entlang. Eine Levada ist dabei im Grunde nichts anderes als ein künstlich angelegter Bach zur Bewässerung. Die Wege und Tunnel die dabei zu deren Pflege angelegt wurden dienen heute eben Touristen für Wanderungen. Am Ende des Tales befindet sich dann der Risco Wasserfall welcher aber zur Zeit unseres Besuches im August eher wenig Wasser führte und daher unspektakulär war.

Whale Watching in Ribeira Brava mit der Lobosonda

Lobosonda DelfineBryde Wal vor Madeira Ein anderer Ausflug, den wir wenige Tage später gebucht hatten, ist bei einem Besuch auf Madeira sehr empfehlenswert. Mit dem Boot Lobosonda ging es von Ribeira Brava aus auf das offene Meer hinaus. Der Ort ist übrigens der einzige auf Madeira der in einer betonierten Bucht einen kleinen künstlichen Sandstrand bietet. Falls Sie also im Urlaub darauf nicht verzichten möchten, so bietet es sich an ein Hotel in Ribeira Brava zu buchen. Alternativ könnten Sie Ihren Madeira Urlaub mit einem Aufenthalt auf der Nachbarinsel Porto Santo verbinden, die ausreichend Sandstrände zu bieten hat. Der Ausflug begann damit, dass wir schon nach wenigen Minuten auf jagende Seevögel stießen, die gemeinsam mit einem Schwarm Delfine einen Fischschwarm bejagten. Nach dem Fressen waren die Delfine sehr verspielt, und es war wunderschön sie eine Weile zu beobachten. Danach konnten wir noch einen Wal aus einiger Entfernung beobachten, bei dem es sich vermutlich um einen Brydewal handelte. Dieser hielt leider einen recht großen Sicherheitsabstand zum Boot ein, was vermutlich daran liegt, dass hier doch ein ziemlich reger Verkehr an großen Schiffen herrscht, die die Wale wohl eher einschüchtern.

Die Lorbeerbäume des "Feenwaldes"

Loorberbäume im Feenwald Glück mit dem Wetter hatten wir auch bei einem anderen Ausflug, der uns zum sogenannten Feenwald führte. Glück, weil es dort an diesem Tag nebelig war. Dabei wirken die Lorbeerbäume des Waldes nämlich besonders magisch. Als Wanderung würde ich den Ausflug dabei nicht bezeichnen, es handelt sich dabei eher um einen ausgedehnten Spaziergang, der aber ausgesprochen lohnend ist.

Tauchen mit den Zackis am Cap Garajau

Taucher am Cap GarajauZackenbarsch am Cap Garajau Über die Tauchgänge auf Madeira möchte ich auch noch ein paar Worte verlieren. Einige Tauchplätze wie der Lavafinger, die Arena und eine Höhle waren direkt über Einstiege des von uns gebuchten Hotels zu erreichen, und erforderten keine Bootsfahrt. Dabei wurde während meines Aufenthaltes am Lavafinger sogar ein Manta birostris gesichtet, leider war ich bei diesem Tauchgang nicht dabei. Bei einem anderen Tauchgang wurde die Gruppe wegen der Größe zweigeteilt. Ich entschied mich der Gruppe anzuschließen, die den Tauchplatz Arena als Ziel aussuchte, während die andere in der Höhle vor Ort besonderes Glück hatte und von einer Mönchsrobbe begleitet wurde. Sogar die Badegäste konnten die Mönchsrobbe sehen, da die Robbe auch kurz vor den Felsen zum Luftholen aufgetaucht ist. Entschädigt wurde ich für mein Pech dann aber beim Tauchgang am Cap Garajau, wo wir einige sehr große Zackenbarsche aus der Nähe bestaunen durften. Da diese früher angefüttert wurden (was heute verboten ist) zeigen sie kaum Scheu vor den Tauchern, und kamen uns freiwillig von selbst ganz nahe.

Wanderung vom Pico Arieiro zum Pico Ruivo

Blick vom Pico Arieiro in Richtung Pico Ruivo zum Pico das Torres

Wanderung über den Wolken zwischen Pico Ariero über den Pico Ruivo zum Pico das Torre
Ein besonderes Highlight sollte dann zum Abschluß noch eine Wanderung vom Pico Arieiro zum Pico Ruivo werden. Man wird dabei bis zum Gipfel des Pico Arieiro gebracht, welcher bequem mit dem Auto zu erreichen ist. Von dort geht man dann ständig über den Wolken, immer etwas bergauf und bergab, zum Pico Ruivo wo man dann wieder abgeholt wird. Eine wirklich sehr lohnende Tour die sich alle die halbwegs sportlich sind bei einem Besuch auf Madeira keinesfalls entgehen lassen sollten.
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