Autos vor Eisbergen

Norwegen 2017

Geirangerfjord und Dovrefjell Nationalpark

15.8. Anreise nach Høvringen

Hardangerfjord aus dem Flugzeug Und wieder zieht es mich nach Norwegen. Bei meinem Besuch 2015 war ich schlichtweg so begeistert, dass ich unbedingt nocheinmal hierher wollte. Diesmal flog ich einfach mit einem Direktflug nach Oslo und nahm mir direkt ab dem Flughafen einen Mietwagen. Die Fahrt zum für 4 Nächte im Voraus gebuchten Hogfjellshotel in Høvringen dauerte dann gute 3 Stunden, trotzdem war ich bestimmt schneller, als mit einem Anschlußflug über Trondheim oder Ålesund. Der Ort Høvringen selbst bot sich an, weil er recht günstig von Oslo kommen zwischen beiden Zielen meiner diesjährigen Reise lag, nämlich dem Geiranger Fjord und dem Dovrefjell Nationalpark. Außerdem kann man von dort aus zu den umliegenden Gipfeln des Rondano Nationalparks wandern (wie in gut 2 Stunden auf den Formokampen), außerdem kann man wunderbar an ein paar kleineren Wasserfällen entlang spazieren gehen.

16.8. Geiranger Fjord und Trollstigen

Stabkirche in LomElch bei Lom Der Weg in Richtung Geirangerfjord führte zunächst am Städtchen Lom vorbei. Hier hatte ich dann endlich Gelegenheit etwas zu sehen, was ich auf meiner ersten Norwegenreise verpasst hatte, nämlich eine der berühmten Stabkirchen. Weiter ging der Weg von Lom nordwärts in Richtung Fjell, wobei gleich außerhalb des Ortes eine nette Überraschung auf mich wartete. Neben der Straße äste ein Elch, was um die Uhrzeit besonders ungewöhnlich war. Normalerweise sieht man die Tiere spätabends oder frühmorgens während der Dämmerung. Wer unbedingt einen Elch sehen möchte, dem sei die Elchsafari in Oppdal, unweit von Høvringen, empfohlen.

Geiranger Fjord

Der Geiranger gilt ja als der spektakulärste Fjord Norwegens. Das Panorama dürfte wohl genau das bestätigen. An dieser Stelle möchte ich als Hilfe für Unentschlossene die beiden Fjorde einmal vergleichen. Was bietet einem der eine, was der andere für Vorteile? In welchem Fall sollte man welchen davon besuchen, wenn man die Norwegenreise nur auf eine dieser Fjordlandschaften beschränken möchte. Nun, der Hardangerfjord bietet eindeutig mehr Gletscher und Wasserfälle, von denen ich den Vøringsfossen besonders spektakulär fand. Allerdings kommt all das viele H20 natürlich nur mit einem Nachteil: Es regnet in der Gegend Bergen / Hardangerfjord noch mehr als im Rest Norwegens. Der Geiranger punktet wiederum mit seiner Nähe zum Trollstigen, welchen man in einer Stunde von dort aus erreicht.

Trollstigen

Der Trollstigen, so musste ich feststellen, muss sich überraschenderweise vor dem Geiranger Fjord nicht verstecken. Es fehlt zwar das Meer im Tal, ansonsten ist er eigentlich genauso spektakulär. Zurück nach Høvringen ging die Fahrt dann noch östlich des Tales des Trollstigen, am Trollheimen Gebirge entlang, was ebenfalls ausgesprochen pittoresk war.

17.8. Moschusochsen Safari im Dovrefjell Nationalpark

MoschusochseMoschusochse Eine Moschusochsen Safari bucht man am besten gleich in Dombås, wer dort im Motel wohnt kann das gleich beim Eigentümer der Unterkunft selbst tun. Er bietet übrigens auch Elch Safaris an. Bei der Fahrt in den Dovrefjell Nationalpark sieht man recht bald den großen Unterschied zum Rest Norwegens, und auch einen der Gründe warum sich die Ochsen hier so wohl fühlen: Es gibt hier wesentlich weniger Niederschlag als im Rest des Landes. Man erkennt das daran, dass es wesentlich weniger Seen, Wasserfälle und Gletscher gibt. Der Grund dafür ist der Jotunheimen Nationalparks, mit den höchsten Bergen Norwegens, welcher den meisten Regen von dieser Gegend, und auch vom Rondano Nationalpark abhält.
Moschusochsen Gruppe Die Buchung einer geführten Safari ist dabei auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man die Moschusochsen sehen möchte. Zunächst einmal, weil die Guides wissen, wo sich die einzelnen Gruppen gerade aufhalten, zum anderen weil sie auch einschätzen können, ob, wie und wie weit man sich den Tieren nähern kann.

18.8. und 19.8. Heimreise

Nach zwei sehr eindrucksvollen Tagen liess ich es am 18.8. etwas ruhiger angehen, und verbrachte die meiste Zeit am Zimmer mit meinem ebook Reader, während es am 19. zeitig in der Früh wieder retour ging zum Flughafen Oslo. Würde ich die Reise nocheinmal planen, so würde ich vermutlich kein Hotel mehr im Voraus buchen. Während der Reise waren eigentlich in jeder Gegend günstige und brauchbare Hotels verfügbar, sodass man im Grunde jeden Tag aufs Neue beschliessen kann, wo man die folgende Nacht verbringen möchte. Ebenso die Moschusochsen, oder auch die Elchsafaris bekommt man locker noch einen Tag vorher, weil die Guides dann auf die Wanderung einfach eine Person mehr mitnehmen, und da kaum Obergrenzen setzen.
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